Rente mit 67

Eine seltsame Logik entwickeln die Politiker, wenn es um das Thema Renteneintrittsalter geht. Dabei ist Fakt, dass ein 55-jähriger Arbeitsloser praktisch keine Chance auf dem Arbeitsmarkt besitzt. Geht man jetzt davon aus, dass sich die Bundesrepublik selbst noch immer als "Sozialstaat" definiert, darf man voraussetzen, dass ein Bürger dieses Alters wohl nicht dem Hungertod preisgegeben werden soll.
Logische Frage: wie soll ein 65-jähriger Bürger seinen Lebensunterhalt durch Arbeit verdienen, wenn bereits ein um 10 Jahre jüngerer Bürger keine ernsthafte Chance auf dem Arbeitsmarkt besitzt? Wenn sich also die Frage nach dem "Hungertod" nicht stellt, bleibt also logischerweise nur eine Umschichtung der Bezüge von der Rentenkasse auf die Arbeitslosenkasse oder welcher Kasse auch immer!
Ergo wird die noch in Arbeit stehende Bevölkerung zwangsläufig durch höhere Abgaben in die entsprechenden Kassen dazu beitragen müssen, die "leeren Kassen" auffüllen zu helfen. Dabei spielt doch wohl der Name der "leeren Kasse" keine Rolle, oder...?
Stellt sich also die Frage, was die Herren Politiker veranlasst, solchen Quatsch "unter die Bevölkerung zu streuen"?

Einen ganz "geschickten Schachzug" bereiten gerade die Abgeordneten des Bundestages vor, in dem diese ihre Diäten an die Entwicklung der Löhne koppeln wollen. Dabei bleiben schon einmal jene "Einkommensempfänger", bei denen auf einige Jahre hinaus an keine Erhöhung der Bezüge (Rentner, Arbeitslose) zu denken ist, außen vor. Und dann wundern sich diese Leute noch, warum die Wahlbeteiligung immer mehr zurück geht, wo sie doch alles zum Wohl des Volkes tun. Na ja, wenn die Bandbreite des Volkes sich von den Abgeordneten bis zu den Einkommensmillionären erstreckt haben sie ja garnicht sooo Unrecht.